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Tipps Eigenkompostierung

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Für die Kompostierung gut geeignet sind Abfälle

aus dem Haushalt:

Kaffee- und Teefilter, Schalen von Zitrusfrüchten, Brot- und Gebäckreste, Eierschalen,
Obst- und Gemüseabfälle, Topfpflanzen ohne Topf, Schalen von Obst und Gemüse sowie Blumensträuße.
Schalen von Zitrusfrüchten in den im Haushalt üblicherweise anfallenden Mengen sind problemlos zur Kompostierung im Hausgarten geeignet, da die auf den Schalen befindlichen Pflanzenschutzmittel während der Rotte abgebaut werden.
Da die Schalen jedoch viel Feuchtigkeit enthalten und schnell zum Schimmeln neigen, sollten keine größeren Mengen auf den Hauskompost gelangen.

aus dem Garten:

Blumen- und Gemüseabfälle, Fallobst, angewelkter Grasschnitt, Laub, Nadeln, zerkleinerte Zweige, Vertikutiergut, Baum-, Strauch- und Heckenschnitt

sonstige Abfälle:

Sägespäne von unbehandeltem Holz

Für die Kompostierung bedingt geeignet

Pflanzenkrankheitserreger sowie Samenstände und austriebsfähige Pflanzenteile von Unkräutern (z. B. Queckenwurzeln) werden erst abgetötet, wenn Temperaturen über 55°C
über einen Zeitraum von mehreren Wochen einwirken.
Auch bei Speiseresten, Fleisch- und Wurstresten, Knochen und Haustierstreu ist die Abtötung evt. enthaltener Seuchen- oder Krankheitserreger nicht immer gewährleistet.

Für die Kompostierung grundsätzlich nicht geeignet

  • Restmüll, z. B. Staubsaugerbeutel-Inhalt, Asche, Kehricht, Obstnetze, Wattestäbchen, Windeln
  • Leder, Drähte von Blumengestecken, Zigarettenkippen
  • Flüssigkeiten
  • Buntdrucke, z. B. Illustrierte
  • Verpackungen, z. B. Plastik, Glas, Metall, Verbundstoffe (Getränkekartons, beschichtetes Papier, etc.), in Plastik verpackte Lebensmittel
  • Problemstoffe, z. B. Batterien, Medikamente, Öl- und Farbreste, Säuren und Laugen
  • Sonstiges, z. B. Bauschutt und Steine

Lage des Komposthaufens

Der Komposthaufen sollte an einem schattigen Platz ebenerdig auf naturbelassenem Gartenboden angelegt werden, damit die Bodenlebewesen eindringen können.

Aufsetzen des Komposthaufens

Beim Aufsetzen des Rottegutes muss auf eine gute Durchmischung der vorhandenen Ausgangsmaterialien und eine lockere Beschaffenheit des Rottegutes geachtet werden. Krautige Bestandteile werden mit holzigen gemischt, nasse mit trockeneren, nährstoffreiche Küchenabfälle mit nährstoffärmerem Strauch- oder Baumschnitt. Da strukturgebender Baum- und Strauchschnitt für gewöhnlich nur im Frühjahr und im Herbst anfällt, ist es sinnvoll, einen unzerkleinerten Vorrat z. B. neben dem Komposter anzulegen, damit auch das Jahr hindurch die meist sehr feuchten und strukturarmen Küchenabfälle mit trockeneren Bestandteilen gemischt werden können.
Rasenschnitt sollte grundsätzlich immer angewelkt werden, bevor er mit Strukturmaterial gemischt und auf den Kompost gegeben wird, da der Feuchtegehalt sonst zu hoch ist und es leicht zur Faulung kommen kann.
Das Rottegut sollte immer gerade so feucht sein, dass es sich zwar feucht anfühlt, beim Pressen in der Hand jedoch keine Tropfen austreten.

Rotteverlauf

Im Rotteverlauf muss das Vernässen des Kompostes durch kontrolliert eindringende Niederschläge vermieden werden, z. B. durch Abdecken des Rottegutes mit einer Platte, Schilfmatten oder Jutesäcken.
Auch Plastikfolien können verwendet werden, sie müssen jedoch nach den Niederschlägen wieder entfernt werden, um die Belüftung des Rottegutes zu gewährleisten.
Durch die Erwärmung des Rottegutes während des Kompostierungsprozesses geht Feuchtigkeit verloren.
Wasserverlust muss durch Wassergaben mit dem Wasserschlauch oder der Gießkanne ausgeglichen werden.
Im Hausgarten sollte der Kompost etwa alle 3 Monate umgesetzt werden (nicht jedoch im Winter).
Ist das Rottegut zu trocken, sollte es bei dieser Gelegenheit gleich angefeuchtet werden.
Nach etwa 10-12 Monaten, wenn das Material erdig riecht und aussieht, kann der Kompost abgesiebt und im Garten verwendet werden.

Absieben des Kompostes

Um die groben von den feinen Bestandteilen zu trennen, wird der fertige Kompost durch ein Maschengitter mit einer Maschenweite von ca. 10 mm abgesiebt. Der feine Anteil kann verwertet werden, die gröberen Bestandteile werden dem Kompostierungsprozess erneut zugeführt.

Einsatzgebiete z. B.

Im Gemüsebeet, unter Bäumen und Sträuchern in das Pflanzloch und bei der Neuanlage von Rasenflächen.

Die Eigenkompostierung ist ein wertvoller Beitrag zur Abfallvermeidung und Abfallverwertung.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Januar 2014 um 10:25 Uhr